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Die Ausgrabung in Schöngeising

Der Gründer und erste Leiter des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte, Dr.Klaus Burkhardt, Moorenweis, entdeckte Anfang der Neunziger Jahre auf einem Feld zwischen Amper und Zellhofweg und ca. 100 Meter von der Römerstraße entfernt, Kalksteinbrocken, die nicht auf natürliche Weise dort hingekommen sein konnten.

So begann der Arbeitskreis 1992 mithilfe des Landesamtes für Denkmalpflege seine erste Grabung und schloss sie 1993 ab. Der Pächter des Grundstücks, der damalige Bürgermeister Braumüller, nahm das Feld für diese Zeit nicht nur aus der Bewirtschaftung heraus, sondern schob auch die ganze zu untersuchende Fläche ab.

Beginn der Grabung mit großem Zuschaueraufgebot, von denen viele später eifrig mitarbeiteten

Als erstes wurden zwei Sarkophagdeckel geborgen

Keramische Funde

Stefan Mühlemeier, Archäologe, fasste das Ergebnis der Grabungen in etwa so zusammen:

Trotz der geringen Grabungsfläche (38 qm) konnte eine überraschende Menge an Informationen gewonnen werden. Nicht allein, dass hier bereits in keltischer Zeit gesiedelt und der Platz dann von den Römern belegt wurde, es konnte hier für Schöngeising, das mutmaßliche AMBRAE des Itinerarium Antonini, mindestens eine Straßenstation nachgewiesen werden. Der kleine Ausschnitt zeigt sowohl in Menge als auch Qualität die Bedeutung dieses Ackers nahe dem Amperübergang.

Für nähere Einzelheiten und Ergebnisse der Ausgrabung empfehlen wir folgende Artikel in den Brucker Blättern:

  • 1993, Seite 83 ff, Dietrich Steinerstauch, Ambrae - Ausgrabungen an der Römerstraße in Schöngeising
  • 2000, Seite 28 ff, Eva Hiltmann, Ad Ambrae

Eine Auswahl der Funde kann man in der Abteilung 'Kelten, Römer.Bajuwaren' Stadtmuseum besichtigen, darunter auch die beiden Eichenpfähle, mit deren Hilfe der dendrochronologische Nachweis geführt werden konnte, dass der Amperübergang in der zweiten Hälfte des 1. Jh. n.Chr. eingerichtet wurde.


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