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Ausgrabung eines Teilbereichs des bajuwarischen Gräberfelds im Flughafen Fürstenfeldbruck im Frühjahr 1998

Als die Betreiber des Zivilfliegerverkehrs auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck glaubten, dass sie ihren Flugbetrieb demnächst aufnehmen könnten, haben sie die erforderlichen technischen Maßnahmen begonnen z.B. Einrichtung des künftigen Towers bzw. Anlage von Parkplätzen für die künftigen Nutzer.

Beim Aushub der Versorgungsgräben für den Tower stieß man unerwartet auf bajuwarische Gräber. Eine Grabungsfirma, das Landesamt für Denkmalpflege (Dr.Peter Schwenk) und unser Arbeitskreis wurden damit beauftragt, die erforderlichen Grabungen auszuführen. Der AK durfte leider nur in Minimalbesetzung auf den Flughafen, auf dem zu dieser Zeit ein Transportgeschwader stationiert war.

Ausgrabungen Gräberfeld

Ausgrabungen Gräberfeld

Eine Transall startet, während wir nach Bajuwaren suchen.

Dr.Schwenk vor dem geplanten Tower der Zivilflieger.

Wir haben vermutlich das südliche Ende eines Gräberfeldes von mindestens 600 Gräbern untersucht. Die Funde waren wenig ergiebig, ca. 10 Gräber, die bis auf eine Spatha, dem Langschwert der Bajuwaren, keine wichtigen Funde boten. Sehr viel mehr erbrachte die Grabung der Firma ARDI - unser langjähriger Partner bei Restaurierungsarbeiten von eigenen Funden - auf den künftigen Parkplätzen. Aus etwa 45 Gräbern wurden u.a. wunderschöne Elemente von Gürtelgarnituren, eine sehr ansprechende Keramik und eine silberne Kerbschnittriemenzunge mit Runeninschrift geborgen.

Einige Exponate aus dieser Grabung sind künftig im Stadtmuseum zu sehen, die anderen Funde wird die Gemeinde Maisach in absehbarer Zeit íhren Bürgern vor Ort präsentieren.

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