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Die Ausgrabung an der Sunderburg

Kreisheimatpfleger Toni Drexler hat sich schon seit langem im Gelände um die Sunderburg umgeschaut und dabei immer wieder vorgeschichtliche Scherben gefunden. Als Dr.Rieder vom Landesamt für Denkmalpflege und Dr.Michael Schefzik, der unsere Glockenbecherfunde bearbeit hat, die Funde in die Bronzezeit datierten, fasste der Arbeitskreis den Entschluss, eine Suchgrabung zu unternehmen.

Ausgrabung an der Sunderburg

Toni Drexler holte sich die Erlaubnis der Grundstücksbesitzer, Rolf Marquardt die Grabungsgenehmigung durch das Landesamt und das Landratsamt und unter der Leitung von Dr.Schefzik, später seiner Kollegin Sabine Früchtl, wurden an der vielversprechendsten Stelle 2 Grabungsflächen (eine mit 4 mal 2, die andere mit 2 mal 2 Meter) angelegt.

Ausgrabung an der Sunderburg

Bis zu 8 Grabungsfrauen und -männer pro Tag gruben sich bei meist freundlichem Wetter Planum um Planum in die Tiefe, füllten Kübel, siebten und sichteten der Inhalt. Dabei mußten zahlreiche Steine von beachtlicher Größe herausgewuchtet, dicke und dünne Wurzeln zerschnitten oder zersägt werden.

Die Archäologen

Die Archäologen stellten derweil Fundzettel aus (es waren am Ende 109, wobei die Anzahl der Funde pro Fundzettel zwischen einem und über fünfzig betrugen), zeichneten und maßen die jeweils erreichten Tiefen.

Die Funde

Die Ausbeute der beiden Sondagen übertraf alle Erwartungen. Keramik aus der frühen, mittleren Bronze- bis zur Urnenfelderzeit, eine bronzene bolzenartige Pfeilspitze, zu der es kein bisher bekanntes Vergleichsstück gibt, eine Bronze-Pinzette und ein Bronzemesser-Fragment. Die wissenschaftliche Auswertung wird sicher nähere Daten bringen.

Im folgenden Sunderburg-Kurztext können nähere Informationen zur Grabung nachgelesen werden.

Grabung und Auswertung werden vom Landkreis, der Gemeinde Schöngeising und der Historischen Verein finanziert bzw. ehrenamtlich unterstützt.

2003 sind, die Erlaubnis der Eigentümer vorausgesetzt, weitere Sondagen südlich des Sunderburg-Hügels geplant.

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